Eusebius von Caesarea
Catena Aurea · Lukasevangelium 21
25 Es werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen eintreten und auf der Erde Angst unter den Völkern und Ratlosigkeit über das Tosen des Meeres und der Wogen. 26 Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen wird; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 27 Dann werden sie den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.
Was nach der Verfinsterung der Lichtkörper über die Welt kommen wird und woher die Bedrängnis der Völker entstehen wird, erklärt er als Nächstes wie folgt: Und auf Erden Bedrängnis der Völker wegen der Verwirrung des Brausens des Meeres. Worin er zu lehren scheint, dass der Beginn der allgemeinen Veränderung auf das Versagen der wässrigen Substanz zurückzuführen ist. Denn wenn diese zuerst aufgesogen oder gerinnt, so dass das Brausen des Meeres nicht mehr gehört wird und die Wellen wegen der übermäßigen Dürre nicht mehr das Ufer erreichen, werden die anderen Teile der Welt, die aufhören, den gewohnten Dunst zu erhalten, der aus der wässrigen Materie hervorkam, eine Umwälzung erfahren. Da also das Erscheinen Christi die gottwidrigen Wunderzeichen, nämlich die des Antichrist, niederwerfen muss, werden die Anfänge des Zorns von Dürren ausgehen, so dass weder Sturm noch Brausen des Meeres mehr gehört wird. Und auf dieses Ereignis wird die Bedrängnis der überlebenden Menschen folgen; wie es folgt: Die Herzen der Menschen werden vertrocknen vor Furcht und vor Erwartung dessen, was über die ganze Welt kommen wird. Was aber dann über die Welt kommen wird, fährt er fort zu erklären, indem er hinzufügt: Denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.