
Gregor der Große
Catena Aurea · Lukasevangelium 21
9 Wenn ihr aber von Kriegen und Aufständen hört, erschreckt nicht; denn das muss zuvor geschehen, aber es ist noch nicht sogleich das Ende. 10 Dann sagte er zu ihnen: Volk wird sich gegen Volk erheben und Reich gegen Reich 11 und große Erdbeben und Seuchen und Hungersnöte wird es da und dort geben; schreckliche Dinge werden geschehen und große Zeichen am Himmel zu sehen sein.
(in Hom. 35. in Evang.) Gott kündigt die Übel an, die der Zerstörung der Welt vorausgehen werden, damit sie, wenn sie kommen, weniger beunruhigen, da sie vorhergesehen wurden. Denn Geschosse treffen weniger, die vorausgesehen werden. Und so sagt er: Wenn ihr aber von Kriegen und Aufruhren hören werdet, usw. Kriege beziehen sich auf den Feind, Aufruhre auf die Bürger. Um uns also zu zeigen, dass wir von innen und außen bedrängt werden, versichert er, dass das eine, das wir vom Feind erleiden, das andere von unseren eigenen Brüdern.