Beda Venerabilis
Catena Aurea · Lukasevangelium 2
21 Als acht Tage vergangen waren und das Kind beschnitten werden musste, wurde ihm der Name Jesus gegeben, der vom Engel genannt worden war, noch bevor das Kind im Mutterschoß empfangen wurde.
Er wurde auch beschnitten, damit er uns durch sein Beispiel die Tugend des Gehorsams auferlege und Mitleid mit denen habe, die unter dem Gesetz standen und die Lasten des Gesetzes nicht tragen konnten, auf daß der, welcher in der Ähnlichkeit des sündigen Fleisches kam, nicht das Heilmittel zurückweise, mit dem das sündige Fleisch gewöhnlich geheilt wurde. Denn die Beschneidung brachte im Gesetz dieselbe Hilfe einer heilbringenden Heilung für die Wunde der Erbsünde, die die Taufe in der Zeit der Gnade der Offenbarung bringt, außer daß die Beschnittenen noch nicht in die Tore des Himmelreiches eintreten konnten, sondern nach dem Tod mit einer seligen Ruhe im Schoß Abrahams getröstet, mit freudiger Hoffnung auf ihren Eingang in den ewigen Frieden warteten.