Beda Venerabilis
Catena Aurea · Lukasevangelium 17
7 Wer aber von euch, der einen Knecht beim Pflügen oder auf der Weide hat, wird zu ihm, wenn er vom Feld heimkommt, sagen: Komm gleich her und leg dich zu Tisch? 8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Richte mir etwas zu essen her, gürte dich und bediene mich, bis ich gegessen und getrunken habe. Nachher kannst auch du essen und trinken? 9 Dankt er etwa dem Knecht, weil er getan hat, was ihm aufgetragen war? 10 So sollt auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch aufgetragen wurde, sagen: Unnütze Knechte sind wir; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.
Knechte, sage ich, weil um einen Preis gekauft; (1 Kor 6,20) unnütz, denn der Herr bedarf unserer Güter nicht, (Ps 16,2) oder weil die Leiden der gegenwärtigen Zeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der Herrlichkeit, die in uns offenbart werden soll. (Röm 8,18.) Darin also besteht der vollkommene Glaube der Menschen, dass sie, nachdem sie alles getan haben, was ihnen befohlen war, anerkennen, dass sie unvollkommen sind.