
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 17
7 Wer aber von euch, der einen Knecht beim Pflügen oder auf der Weide hat, wird zu ihm, wenn er vom Feld heimkommt, sagen: Komm gleich her und leg dich zu Tisch? 8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Richte mir etwas zu essen her, gürte dich und bediene mich, bis ich gegessen und getrunken habe. Nachher kannst auch du essen und trinken? 9 Dankt er etwa dem Knecht, weil er getan hat, was ihm aufgetragen war? 10 So sollt auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch aufgetragen wurde, sagen: Unnütze Knechte sind wir; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.
Denn wir wissen, dass niemand sich zu Tisch setzt, bevor er nicht zuvor hinübergegangen ist. Auch Moses ging hinüber, um ein großes Schauspiel zu sehen. Da du also nicht nur zu deinem Knecht sagst: Setz dich zu Tisch, sondern von ihm einen weiteren Dienst verlangst, so lässt der Herr in diesem Leben nicht die Verrichtung eines einzigen Werkes und einer einzigen Arbeit zu, weil wir, solange wir leben, immer arbeiten sollen. Daher folgt: Und wird nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite zu, wovon ich zu Abend esse.