
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 14
15 Als einer der Tischgenossen dies hörte, sagte er zu ihm: Selig, wer am Mahl im Reich Gottes teilnehmen wird! 16 Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Gastmahl und lud viele ein. 17 Zur Stunde des Gastmahls sandte er seinen Knecht aus, den Eingeladenen zu sagen: Kommt, denn nun ist es bereit. 18 Da fingen mit einem Mal alle an, sich zu entschuldigen. Der Erste sagte zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hingehen, ihn anzusehen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt! 19 Ein anderer sagte: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe gerade hin, sie zu erproben; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt! 20 Wieder ein anderer sagte: Ich habe eine Frau genommen und kann daher nicht kommen. 21 Der Knecht kam zurück und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Blinden und Lahmen hier herein! 22 (Wenig später) meldete der Knecht: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast, aber es ist immer noch Platz da. 23 Da sagte der Herr zum Knecht: Geh hinaus an die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll wird! 24 Ich sage euch nämlich: Keiner von jenen Männern, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.
Aber über die Herrscher der Juden, die ihren Ruf ablehnten, wie sie selbst bekannten: Hat etwa einer von den Herrschern an ihn geglaubt? (Joh 7,48.) wurde der Hausherr zornig, wie über die, welche seinen Unwillen und Zorn verdienten; daher folgt: Da wurde der Hausherr zornig, usw.