
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 13
31 In derselben Stunde kamen einige Pharisäer herbei und sagten zu ihm: Mach dich auf und geh fort von hier; denn Herodes will dich töten. 32 Da sagte er zu ihnen: Geht und sagt diesem Fuchs: Ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen und am dritten Tag werde ich vollendet. 33 Doch heute und morgen und am folgenden Tag muss ich weiterwandern; denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkommt. 34 Jerusalem, Jerusalem! Du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind. Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt. 35 Seht, euer Haus wird euch verödet überlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, in der ihr ruft: Gepriesen sei er, der da kommt im Namen des Herrn!
Dass sie nun der göttlichen Segnungen uneingedenk waren, beweist Er wie folgt: Wie oft wollte ich deine Kinder versammeln, wie eine Henne ihre Brut unter ihre Flügel versammelt, und ihr wolltet nicht. Er führte sie durch die Hand des Mose, voll aller Weisheit. Er warnt sie durch Seine Propheten, Er wünschte, sie unter Seinen Flügeln zu haben (d. h. unter dem Schutz Seiner Macht), aber sie beraubten sich dieser auserwählten Segnungen durch ihre Undankbarkeit.