
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 12
49 Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen, und wie wünschte ich, dass es schon entfacht wäre! 50 Ich muss mit einer Taufe getauft werden und ich bin bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist. 51 Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Entzweiung. 52 Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein, drei gegen zwei und zwei gegen drei, 53 der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.
Was sagst Du, o Herr? Bist Du nicht gekommen, Frieden zu geben, der Du für uns zum Frieden gemacht bist? (Eph 2,14.) der Du durch Dein Kreuz Frieden gestiftet hast mit den Dingen auf Erden und den Dingen im Himmel; (Kol 1,20.) der Du gesagt hast: Meinen Frieden gebe Ich euch. (Joh 14,27.) Aber es ist klar, dass der Friede zwar ein Gut ist, aber manchmal schädlich und uns von der Liebe Gottes trennend, das heißt, wenn wir uns durch ihn mit denen verbinden, die sich von Gott fernhalten. Und aus diesem Grund lehren wir die Gläubigen, irdische Bindungen zu meiden. Daher folgt: Denn von nun an werden fünf in einem Haus geteilt sein, drei gegen zwei, usw.