
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 12
27 Betrachtet die Lilien, wie sie weder spinnen noch weben. Ich sage euch aber: Selbst Salomo in all seiner Pracht war nicht gekleidet wie eine von ihnen. 28 Wenn aber Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen! 29 So fragt denn auch ihr nicht, was ihr essen und was ihr trinken werdet, und seid nicht in ängstlicher Unruhe; 30 denn nach all dem trachten die Völker der Welt. Euer Vater aber weiß, dass ihr das braucht. 31 Sucht vielmehr sein Reich; dann wird euch alles das dazugegeben.
Er fährt jedoch fort zu zeigen, dass weder in der Gegenwart noch in der Zukunft den Gläubigen die Gnade fehlen wird, wenn nur die, die himmlische Dinge begehren, nicht Irdisches suchen; denn es ist unwürdig für Menschen, um Speisen zu sorgen, die für ein Königreich kämpfen. Der König weiß, womit er seine eigene Familie versorgen und kleiden soll. Daher folgt: Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes, und all diese Dinge werden euch hinzugefügt werden.