
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 12
16 Er erzählte ihnen ein Gleichnis: Das Land eines reichen Mannes hatte gut getragen. 17 Da überlegte er: Was soll ich tun, da ich nicht genug Raum habe, meine Ernte unterzubringen? 18 Schließlich sagte er: So will ich es machen; ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen und dort mein ganzes Getreide und alle meine Güter unterbringen. 19 Dann kann ich zu mir sagen: Du hast großen Vorrat für viele Jahre; ruh dich aus, iss, trink und lass dir wohl sein! 20 Da sagte Gott zu ihm: Du Tor, diese Nacht noch wird man dein Leben von dir fordern! Wem aber wird gehören, was du angesammelt hast? 21 So geht es dem, der für sich Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.
Der reiche Mann baut also Scheunen, die nicht dauern, sondern verfallen, und was noch törichter ist, rechnet für sich mit einem langen Leben; denn es folgt: Und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter für viele Jahre aufgespeichert. Aber, o reicher Mann, du hast zwar Früchte in deinen Scheunen, aber was die vielen Jahre betrifft, woher kannst du sie erlangen?