
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 12
8 Ich sage euch: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. 9 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden. 10 Und wer immer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem wird vergeben werden. Wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben. 11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen, vor die Behörden und Obrigkeiten führen, so macht euch keine Sorgen, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. 12 Denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.
So meinen einige, dass wir sowohl den Sohn als auch den Heiligen Geist als denselben Christus glauben sollten, wobei die Unterscheidung der Personen mit der Einheit der Substanz bewahrt wird, da Christus, sowohl Gott als auch Mensch, ein Geist ist, wie geschrieben steht: Der Geist vor unserem Angesicht, Christus der Herr; (Klgl. 4,20.) derselbe Geist ist heilig, denn sowohl der Vater ist heilig, als auch der Sohn heilig, und der Geist heilig. Wenn also Christus beides ist, welcher Unterschied besteht dann, außer dass wir wissen, dass es uns nicht erlaubt ist, die Göttlichkeit Christi zu leugnen?