
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 12
8 Ich sage euch: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. 9 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden. 10 Und wer immer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem wird vergeben werden. Wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben. 11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen, vor die Behörden und Obrigkeiten führen, so macht euch keine Sorgen, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. 12 Denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.
Nun sagt Paulus: Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. (Röm 10,9.) Das ganze Geheimnis Christi ist in diesen Worten enthalten. Denn zuerst müssen wir bekennen, dass das aus Gott dem Vater geborene Wort, das heißt der eingeborene Sohn seines Wesens, Herr über alles ist, nicht als einer, der seine Herrschaft von außen und durch List erlangt hätte, sondern der in Wahrheit von Natur aus Herr ist, ebenso wie der Vater. Sodann müssen wir bekennen, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, der selbst wahrhaft Mensch geworden ist und im Fleisch für uns gelitten hat; denn so ist Er von den Toten auferstanden. Wer also Christus so vor den Menschen bekennt, nämlich als Gott und Herrn, den wird Christus vor den Engeln Gottes bekennen zu jener Zeit, da Er mit den heiligen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters am Ende der Welt herabsteigen wird.