
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 11
24 Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, schweift er durch wasserlose Gegenden und sucht einen Ruheplatz. Und wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. 25 Und kommt er und findet es ausgefegt und geschmückt, 26 dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit, die noch schlimmer sind als er, und sie ziehen ein und wohnen darin. Und so wird das Ende jenes Menschen schlimmer sein als sein Anfang.
Der Vergleich gilt also zwischen einem Menschen und dem ganzen jüdischen Volk, aus dem durch das Gesetz der unreine Geist ausgetrieben worden war. Weil aber bei den Heiden, deren Herzen zuerst unfruchtbar waren, später aber in der Taufe mit dem Tau des Geistes benetzt wurden, der Teufel wegen ihres Glaubens an Christus keine Ruhe finden konnte (denn für die unreinen Geister ist Christus ein flammendes Feuer), kehrte er zum jüdischen Volk zurück. Daher folgt: Und da er keine findet, spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausgegangen bin.