
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 11
17 Da er ihre Gedanken kannte, sagte er zu ihnen: Jedes Reich, das in sich selbst entzweit ist, wird verwüstet und ein Haus fällt über das andere. 18 Wenn aber auch der Satan mit sich selbst entzweit ist, wie soll dann sein Reich Bestand haben? Denn ihr sagt, dass ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe. 19 Wenn ich aber die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann euere Söhne sie aus? Deshalb werden sie euere Richter sein. 20 Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.
Darin zeigt er auch, dass sein eigenes Reich ungeteilt und ewig ist. Diejenigen also, die keine Hoffnung in Christus haben, sondern glauben, dass er Dämonen durch den Obersten der Dämonen austreibt, deren Reich, sagt er, ist nicht ewig. Dies bezieht sich auch auf das jüdische Volk. Denn wie kann das Reich der Juden ewig sein, wenn durch das Volk des Gesetzes Jesus verleugnet wird, der vom Gesetz verheißen ist? So widerstreitet sich teilweise der Glaube des jüdischen Volkes selbst; die Herrlichkeit der Gottlosen ist gespalten, durch Spaltung zerstört. Und deshalb wird das Reich der Kirche für immer bleiben, weil ihr Glaube ungeteilt in einem Leib ist.