
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 11
14 Er trieb einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon ausgetrieben war, konnte der Stumme reden. Die Volksscharen staunten. 15 Einige von ihnen aber sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. 16 Andere aber forderten ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen.
Andere aber suchten mit ähnlichen Pfeilen des Neides ein Zeichen vom Himmel von ihm. Wie es folgt: Und andere, die ihn versuchten, suchten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Als ob sie sagten: „Obwohl du einen Dämon aus dem Menschen ausgetrieben hast, ist dies dennoch kein Beweis göttlicher Kraft. Denn wir haben noch nichts gesehen, was den Wundern früherer Zeiten gliche. Mose führte das Volk mitten durch das Meer (Exod. 14), und Josua, sein Nachfolger, ließ die Sonne in Gibeon stehen (Jos. 10,13). Aber du hast uns nichts von diesen Dingen gezeigt.“ Denn ein Zeichen vom Himmel zu fordern, zeigte, dass der Sprecher damals von einer solchen Gesinnung gegenüber Christus beeinflusst war.