„(Dion. de Martyr. c. 7.) Oder wenn Er sagt: Lass diesen Kelch an mir vorübergehen, so heißt das nicht: Lass ihn nicht zu mir kommen, denn wenn er nicht gekommen wäre, könnte er nicht vorübergehen. Als Er ihn also bereits gegenwärtig wahrnahm, begann Er bedrängt und traurig zu sein, und da er nahe war, sagt Er: Lass diesen Kelch vorübergehen; denn wie das, was vorübergegangen ist, weder als nicht gekommen noch als bleibend bezeichnet werden kann, so bittet auch der Heiland zuerst, dass die Versuchung, die Ihn leicht bedrängt, vorübergehe. Und das ist das Nicht-in-Versuchung-Geraten, um das zu beten Er rät. Der vollkommenste Weg aber, die Versuchung zu vermeiden, wird offenbart, wenn Er sagt: Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe. Denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bösen, sondern Er will uns Gutes gewähren über das hinaus, was wir begehren oder verstehen. Daher sucht Er, dass der vollkommene Wille Seines Vaters, den Er selbst kannte, über das Ereignis verfüge, der derselbe Wille wie der Seine ist, was die göttliche Natur betrifft. Doch Er scheut sich, den menschlichen Willen zu erfüllen, den Er den Seinen nennt und der dem Willen Seines Vaters untergeordnet ist.