
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 8
37 Ich weiß, dass ihr Nachkommen Abrahams seid. Aber ihr wollt mich töten, weil mein Wort in euch keinen Raum findet. 38 Was ich bei meinem Vater gesehen habe, das sage ich, und auch ihr tut, was ihr bei euerem Vater gehört habt. 39 Sie antworteten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr die Werke Abrahams tun. 40 Jetzt aber wollt ihr mich töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit verkündet hat, die ich von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan. 41 Ihr tut die Werke eueres Vaters. Sie sagten zu ihm: Wir sind nicht aus einem Ehebruch hervorgegangen, wir haben nur einen Vater: Gott.
(Tr. xlii. 11) Unser Herr will durch seinen Vater, dass wir Gott verstehen: als wollte Er sagen: Ich habe die Wahrheit gesehen, ich rede die Wahrheit, weil ich die Wahrheit bin. Wenn unser Herr also die Wahrheit redet, die Er beim Vater gesehen hat, so ist Er es selbst, den Er gesehen hat, Er selbst, den Er redet; denn Er ist selbst die Wahrheit des Vaters.