
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 8
25 Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Jesus antwortete ihnen: Wozu rede ich überhaupt noch mit euch? 26 Vieles hätte ich in Bezug auf euch zu reden und zu richten. Aber er, der mich gesandt hat, ist wahrhaftig und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zur Welt. 27 Sie verstanden nicht, dass er zu ihnen vom Vater redete.
(Tract. xxxix) Oben sagte Er: Ich richte niemanden; aber „Ich richte nicht“ ist eines, „Ich habe zu richten“ ein anderes. „Ich richte nicht“, sagt Er, mit Bezug auf die gegenwärtige Zeit. Das andere aber: Ich habe vieles zu sagen und zu richten über euch, bezieht sich auf ein zukünftiges Gericht. Und Ich werde wahr sein in Meinem Gericht, weil Ich die Wahrheit bin, der Sohn des Wahrhaftigen. Der Mich gesandt hat, ist wahr. Mein Vater ist wahr, nicht durch Teilhabe, sondern indem Er die Wahrheit zeugt. Sollen wir sagen, dass die Wahrheit größer ist als der, welcher wahr ist? Wenn wir dies sagen, beginnen wir, den Sohn größer zu nennen als den Vater.