
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 6
52 Da stritten die Juden untereinander und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.
(Tr. xxvi. 15) Und damit sie nicht verstanden, dass er von diesem Leben sprach, und dies zum Anlass des Streitens machten, fügt er hinzu: Hat das ewige Leben. Dies hat also derjenige nicht, der jenes Fleisch nicht isst noch jenes Blut trinkt. Das zeitliche Leben können die Menschen ohne ihn haben, das ewige können sie nicht. Dies gilt nicht für materielle Nahrung. Wenn wir jene nämlich nicht zu uns nehmen, werden wir nicht leben, und auch wenn wir sie zu uns nehmen, leben wir nicht; denn entweder Krankheit oder Alter oder irgendein Zufall tötet uns schließlich. Diese Speise und dieser Trank aber, d. h. der Leib und das Blut Christi, sind von der Art, dass, wer sie nicht empfängt, das Leben nicht hat, und wer sie empfängt, das Leben hat, sogar das ewige Leben.