
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 4
35 Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es, dann kommt die Ernte? Ich sage euch: Blickt umher und seht, die Felder sind weiß, reif zur Ernte. 36 Schon empfängt der Schnitter Lohn und sammelt Frucht ein für das ewige Leben; so freuen sich gemeinsam der Sämann und der Schnitter. 37 Denn hier bewahrheitet sich das Sprichwort: Einer sät, ein anderer erntet. 38 Ich habe euch ausgesandt zu ernten, wofür ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben gearbeitet und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.
(Tr. xv. c. 32) Also sandte Er Schnitter, keine Säer. Die Schnitter gingen dorthin, wo die Propheten gepredigt hatten. Lies den Bericht über ihre Arbeiten: Sie alle enthalten die Prophezeiung von Christus. Und die Ernte wurde bei jener Gelegenheit eingebracht, als so viele Tausende den Preis ihrer Besitztümer brachten und sie den Aposteln zu Füßen legten; sie befreiten ihre Schultern von irdischen Lasten, damit sie Christus nachfolgen konnten. Ja wahrlich, und aus jener Ernte wurden einige Körner verstreut, die die ganze Welt erfüllten. Und nun erhebt sich eine andere Ernte, die am Ende der Welt geerntet wird, nicht von Aposteln, sondern von Engeln. Die Schnitter, sagt Er, sind die Engel. (Mat. 13)