
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 4
27 Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach. Keiner jedoch sagte: Was willst du? oder: Was redest du mit ihr? 28 Da ließ die Frau ihren Krug stehen, ging in die Stadt und sagte zu den Leuten: 29 Kommt, seht, da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Ob er vielleicht der Messias ist? 30 Da liefen sie aus der Stadt hinaus und kamen zu ihm.
Der Umstand, dass die Frau beim Weggehen ihren Wasserkrug zurückließ, darf nicht übersehen werden. Denn der Wasserkrug bezeichnet die Liebe zu dieser Welt, d. h. die Begierde, durch die die Menschen aus der dunklen Tiefe, deren Bild der Brunnen ist, d. h. aus einem irdischen Wandel, das Vergnügen schöpfen. Es war also recht, dass eine, die an Christus glaubte, der Welt entsagte und durch das Zurücklassen ihres Wasserkrugs zeigte, dass sie sich von weltlichen Begierden getrennt hatte.