Alkuin
Catena Aurea · Johannesevangelium 4
1 Als Jesus erfuhr, dass den Pharisäern zu Ohren gekommen war, er gewinne und taufe mehr Jünger als Johannes -- 2 doch taufte Jesus nicht selbst, sondern seine Jünger --, 3 verließ er Judäa und begab sich wieder nach Galiläa. 4 Er musste aber durch Samarien reisen. 5 So kam er zu einer Stadt in Samarien namens Sychar in der Nähe des Grundstücks, das Jakob seinem Sohn Josef geschenkt hatte. 6 Dort war der Jakobsbrunnen. Jesus, müde von der Wanderung, ließ sich am Brunnen nieder. Es war ungefähr die sechste Stunde.
Oft wird die Frage gestellt, ob der Heilige Geist durch die Taufe der Jünger gegeben wurde; wenn es später heißt: „Der Heilige Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.“ (Kap. 7) Wir antworten, dass der Geist gegeben wurde, wenn auch nicht so offenkundig wie nach der Himmelfahrt in Gestalt feuriger Zungen. Denn wie Christus selbst in Seiner menschlichen Natur den Geist stets besaß und doch später bei Seiner Taufe der Geist sichtbar in Gestalt einer Taube auf Ihn herabkam, so konnten vor dem offenbaren und sichtbaren Kommen des Heiligen Geistes alle Heiligen den Geist im Verborgenen besitzen.