
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 3
32 er bezeugt, was er gesehen und gehört hat, aber niemand nimmt sein Zeugnis an. 33 Wer sein Zeugnis annimmt, bestätigt damit, dass Gott wahrhaftig ist. 34 Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt. 35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. 36 Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn den Gehorsam verweigert, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.
(Tr. xiv. c. 8) Oder so; Es gibt ein Volk, das dem Zorn Gottes vorbehalten ist und mit dem Teufel verdammt werden soll; von diesem nimmt keiner das Zeugnis Christi an. Und andere sind zum ewigen Leben bestimmt. Beachte, wie die Menschheit geistlich geteilt ist, obwohl sie als menschliche Wesen miteinander vermischt sind: und Johannes trennte sie durch die Gedanken ihres Herzens, obwohl sie noch nicht hinsichtlich des Ortes getrennt waren, und betrachtete sie als zwei Klassen, die Ungläubigen und die Gläubigen. Im Blick auf die Ungläubigen sagt er: Niemand nimmt sein Zeugnis an. Dann wendet er sich zu denen zur Rechten und sagt: Wer sein Zeugnis angenommen hat, hat besiegelt.