
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 3
14 Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15 damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat.
(Tr. xii. c. 11) Wie also damals, wer auf die erhöhte Schlange blickte, von ihrem Gift geheilt und vom Tod gerettet wurde; so wird jetzt, wer durch Glauben und die Gnade der Taufe dem Gleichnis des Todes Christi gleichförmig wird, sowohl von der Sünde durch Rechtfertigung als auch vom Tod durch die Auferstehung befreit: wie Er selbst sagt: Damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Welche Notwendigkeit besteht dann, dass das Kind durch die Taufe dem Tod Christi gleichförmig werde, wenn es nicht gänzlich vom giftigen Biss der Schlange befleckt ist?