
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 21
12 Jesus sagte zu ihnen: Kommt, nehmt das Frühmahl ein! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Sie wussten ja, dass es der Herr war. 13 Jesus trat hinzu, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. 14 Das war bereits das dritte Mal, dass Jesus sich nach seiner Auferstehung von den Toten den Jüngern offenbarte.
(xiii. de Civ. Dei, c. xxii) Die Leiber der Gerechten werden, wenn sie auferstehen, weder das Wort des Lebens brauchen, damit sie nicht an Krankheit oder Alter sterben, noch irgendeine leibliche Nahrung, um Hunger und Durst zu verhindern. Denn sie werden mit einer sicheren und unverletzlichen Gabe der Unsterblichkeit ausgestattet sein, so dass sie nicht aus Notwendigkeit essen, sondern nur essen können, wenn sie wollen. Nicht die Fähigkeit, sondern das Bedürfnis zu essen und zu trinken wird ihnen genommen werden; ebenso wie unser Erlöser nach seiner Auferstehung mit seinen Jüngern Speise und Trank zu sich nahm, mit geistlichem, aber dennoch wirklichem Fleisch, nicht um der Nahrung willen, sondern in Ausübung einer Macht.