
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 20
26 Nach acht Tagen waren seine Jünger wieder versammelt und Thomas war bei ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! 27 Dann sagte er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände an und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28 Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du? Selig, die nicht sehen und doch glauben. 30 Noch viele andere Zeichen, die nicht in diesem Buch aufgeschrieben sind, hat Jesus vor seinen Jüngern getan. 31 Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr als Glaubende Leben habt in seinem Namen.
(de Symb. ad Cat. ii. 8) Er hätte, wenn es Ihm gefallen hätte, alle Spur und jedes Zeichen der Wunde von Seinem verherrlichten Leib tilgen können; aber Er hatte Gründe, sie zu behalten. Er zeigte sie Thomas, der nicht glauben wollte, außer er sähe und berühre; und Er wird sie Seinen Feinden zeigen, nicht um zu sagen, wie Er zu Thomas sagte: Weil du gesehen hast, hast du geglaubt, sondern um sie zu überführen: Seht den Menschen, den ihr gekreuzigt habt, seht die Wunden, die ihr zugefügt habt, erkennt die Seite, die ihr durchbohrt habt, dass sie von euch und für euch geöffnet wurde, und doch könnt ihr nicht dort eintreten.