Origenes
Catena Aurea · Johannesevangelium 2
14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen. 15 Da machte er eine Geißel aus Stricken und jagte sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern, schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das fort und macht aus dem Haus meines Vaters kein Kaufhaus! 17 Seine Jünger erinnerten sich an das Schriftwort: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren.
(tom. x. in Joan. c. 16) Unter dem Tempel können wir auch die Seele verstehen, in der das Wort Gottes wohnt; in der vor der Lehre Christi irdische und tierische Neigungen geherrscht hatten. Der Ochse, der den Boden pflügt, ist das Symbol irdischer Neigungen; das Schaf, das unvernünftigste aller Tiere, das der stumpfen; die Taube ist der Typ leichter und flüchtiger Gedanken; und Geld das irdischer Güter; welches Geld Christus durch das Wort seiner Lehre austrieb, damit das Haus seines Vaters nicht länger ein Markt sei.