
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 2
14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen. 15 Da machte er eine Geißel aus Stricken und jagte sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern, schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das fort und macht aus dem Haus meines Vaters kein Kaufhaus! 17 Seine Jünger erinnerten sich an das Schriftwort: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren.
(Tr. x. c. 9) Derjenige also wird vom Eifer für das Haus Gottes verzehrt, der alles, was er dort verkehrt sieht, berichtigen will; und wenn er es nicht berichtigen kann, es erträgt und betrauert. In deinem Hause bemühst du dich, zu verhindern, dass die Dinge schiefgehen; im Hause Gottes, wo das Heil angeboten wird, solltest du gleichgültig sein? Hast du einen Freund? ermahne ihn sanft; eine Ehefrau? zwinge sie streng; eine Magd? sogar zwinge sie mit Schlägen. Tu, was du vermagst, nach deinem Stand.