Origenes
Catena Aurea · Johannesevangelium 2
14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen. 15 Da machte er eine Geißel aus Stricken und jagte sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern, schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das fort und macht aus dem Haus meines Vaters kein Kaufhaus! 17 Seine Jünger erinnerten sich an das Schriftwort: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren.
(tom. x. in Joan. c. 16) Sollte es als etwas außerhalb der Ordnung der Dinge erscheinen, dass der Sohn Gottes eine Geißel aus kleinen Schnüren machte, um sie aus dem Tempel zu treiben? Wir haben eine Antwort, zu der einige Zuflucht nehmen, nämlich die göttliche Macht Jesu, der, wenn es ihm gefiel, den Zorn seiner Feinde, so zahlreich sie auch waren, auslöschen und den Aufruhr ihrer Gemüter beruhigen konnte: Der Herr macht die Pläne der Heiden zunichte. (Ps. 32, 33:10) Diese Tat zeigt in der Tat nicht weniger Macht als seine positiveren Wunder; ja vielmehr mehr als das Wunder, durch das Wasser in Wein verwandelt wurde: denn dort war der Gegenstand unbelebt, hier werden die Gemüter so vieler Tausender von Menschen überwunden.