
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 19
24 Da sagten sie zueinander: Wir wollen ihn nicht zerteilen, sondern darum losen, wem er gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie haben meine Kleider unter sich verteilt und um mein Gewand das Los geworfen. So also machten es die Soldaten. 25 Bei dem Kreuz Jesu standen aber seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. 26 Als Jesus die Mutter und den Jünger, den er liebte, dastehen sah, sagte er zur Mutter: Frau, da ist dein Sohn! 27 Dann sagt er zu dem Jünger: Da ist deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
(Tr. cxix. 2) Er tut dies, um gleichsam einen anderen Sohn für Seine Mutter an seiner Stelle zu bestellen; Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich. Zu sich wohin? War Johannes nicht einer von denen, die sagten: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt? (Mat. 19:27) Er nahm sie also zu sich, d. h. nicht auf seinen Hof, denn er hatte keinen, sondern in seine Obhut, denn darüber war er Herr.