
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 19
23 Als die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen Teil, dazu kam noch das Untergewand. Es war ohne Naht, von oben an in einem Stück durchgewebt. 24 Da sagten sie zueinander: Wir wollen ihn nicht zerteilen, sondern darum losen, wem er gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie haben meine Kleider unter sich verteilt und um mein Gewand das Los geworfen. So also machten es die Soldaten.
(Tract. cxviii) Warum sie darum losten, erscheint als Nächstes: Sie sagten daher untereinander: Lasst es uns nicht zerreißen, sondern darum losen, wem es gehören soll. Es scheint also, dass die anderen Gewänder aus gleichen Teilen bestanden, da es nicht nötig war, sie zu zerreißen; nur das Untergewand musste zerrissen werden, um jedem einen gleichen Anteil daran zu geben; um dies zu vermeiden, zogen sie es vor, darum zu losen, und einer sollte es ganz haben. Dies entsprach der Prophezeiung: Damit die Schrift erfüllt würde, die da sagt: Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und über mein Gewand das Los geworfen.