
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 17
14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin. 15 Ich bitte nicht, dass du sie von der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst. 16 Sie sind nicht von der Welt, so wie ich nicht von der Welt bin. 17 Heilige sie in der Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. 18 Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. 19 Für sie heilige ich mich, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.
(Tr. cviii) Heilige sie in Deiner Wahrheit: denn so sollten sie vor dem Bösen bewahrt werden. Aber es könnte gefragt werden, wie es kam, dass sie nicht von der Welt waren, als sie noch nicht in der Wahrheit geheiligt waren? Weil die Geheiligten noch in Heiligkeit wachsen müssen, und dies mit Hilfe der Gnade Gottes. Die Erben des Neuen Testaments sind geheiligt in jener Wahrheit, deren Schatten die Heiligung des Alten Testaments war; sie sind geheiligt in Christus, der oben sagte: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. (c. 14:6) Es folgt: Dein Wort ist Wahrheit. Das Griechische ist λόγος, das heißt Wort. Der Vater also heiligte sie in der Wahrheit, das heißt in Seinem eingeborenen Wort, sie, das heißt die Erben Gottes und Miterben Christi.