
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 17
14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin. 15 Ich bitte nicht, dass du sie von der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst. 16 Sie sind nicht von der Welt, so wie ich nicht von der Welt bin. 17 Heilige sie in der Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. 18 Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. 19 Für sie heilige ich mich, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.
(Tr. cviii) Sie hatten diese Leiden, die sie später erlitten, noch nicht erfahren; aber nach Seiner Gewohnheit setzt Er die Zukunft in die Vergangenheit. Dann gibt Er den Grund an, warum die Welt sie hasste; nämlich weil sie nicht von der Welt sind. Dies wurde ihnen durch die Wiedergeburt verliehen; denn von Natur aus waren sie von der Welt. Es wurde ihnen gegeben, dass sie nicht von der Welt sein sollten, so wie Er nicht von der Welt war; wie es folgt: So wie Ich nicht von der Welt bin. Er war niemals von der Welt; denn sogar Seine Geburt in der Knechtsgestalt empfing Er vom Heiligen Geist, aus dem sie wiedergeboren wurden. Doch obwohl sie nicht mehr von der Welt waren, war es dennoch notwendig, dass sie in der Welt blieben: Ich bitte nicht, dass Du sie aus der Welt nimmst.