
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 17
9 Ich bitte für sie. Nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast. Denn dein Eigentum sind sie und 10 alles, was mein ist, ist dein und was dein ist, ist mein. Und ich bin in ihnen verherrlicht. 11 Ich bin nicht mehr in der Welt; aber sie sind in der Welt und ich gehe zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. 12 Solange ich bei ihnen war, habe ich sie in deinem Namen bewahrt, den du mir gegeben hast, und habe sie behütet. Keiner von ihnen ist verloren gegangen, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt. 13 Jetzt aber komme ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
(Tr. cvii) Oder so: Damit sie die oben erwähnte Freude hätten: Dass sie eins seien, wie Wir eins sind. Diese Seine Freude, das heißt die von Ihm verliehene, sagt Er, soll in ihnen erfüllt werden; deshalb sprach Er so in der Welt. Diese Freude ist der Friede und das Glück des zukünftigen Lebens. Er sagt, Er habe in der Welt gesprochen, obwohl Er gerade eben gesagt hatte: Ich bin nicht mehr in der Welt. Denn insofern Er noch nicht fortgegangen war, war Er noch hier; und insofern Er im Begriff war fortzugehen, war Er in gewissem Sinne nicht hier.