
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 17
1 Als Jesus das gesagt hatte, erhob er seine Augen zum Himmel und betete: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. 2 Denn du hast ihm Macht über alles Fleisch gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. 3 Das ist das ewige Leben, dass sie dich, den wahren Gott, erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. 4 Ich habe dich auf der Erde verherrlicht, ich habe das Werk vollendet, das zu vollbringen du mir aufgetragen hast. 5 Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.
(vi. de Tr. c. 9) Die Arianer beiseite lassend, laßt uns sehen, ob wir gezwungen sind zu bekennen, daß Er mit den Worten: Daß sie Dich als den allein wahren Gott erkennen, uns zu verstehen gibt, daß nur der Vater der wahre Gott ist, in dem Sinne, daß nur die drei zusammen, Vater, Sohn und Heiliger Geist, Gott genannt werden sollen? Berechtigt uns das Zeugnis unseres Herrn zu sagen, daß der Vater der allein wahre Gott ist, der Sohn der allein wahre Gott, und der Heilige Geist der allein wahre Gott, und zugleich, daß der Vater, Sohn und Heiliger Geist zusammen, d. h. die Dreifaltigkeit, nicht drei Götter sind, sondern ein wahrer Gott?