
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 16
29 Da sagten seine Jünger: Jetzt redest du unverhüllt und ohne Bilder. 30 Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und nicht nötig hast, dass dich jemand fragt. Deshalb glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist. 31 Jesus antwortete ihnen: Glaubt ihr jetzt? 32 Es kommt die Stunde und sie ist schon da, in der ihr zerstreut werdet, ein jeder in sein Haus und mich allein lasst. Doch bin ich nicht allein, weil der Vater bei mir ist. 33 Das habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis. Aber habt Mut! Ich habe die Welt besiegt.
(Tract. ciii. 3) Die Bedrängnis, von der er spricht, sollte so beginnen, d. h. dadurch, dass jeder in sein Haus zerstreut wurde, aber sie sollte nicht so fortdauern. Denn wenn er sagt: „Und mich allein lassen“, meint er nicht, dass dies auf sie in ihren Leiden nach seiner Himmelfahrt zutrifft. Sie sollten ihn damals nicht verlassen, sondern in ihm bleiben und Frieden haben. Daher fügt er hinzu: „Seid guten Mutes.“