
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 10
22 Damals fand das Tempelweihfest in Jerusalem statt. Es war Winter 23 und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. 24 Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch hältst du uns in Spannung? Wenn du der Messias bist, so sag es uns offen! 25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt. Aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab. 26 Aber ihr glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. 27 Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. 28 Sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. 29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand des Vaters entreißen. 30 Ich und der Vater sind eins.
(Tract. xlviii) Sie wollten, dass unser Herr sage: Ich bin der Christus. Vielleicht wollten sie, da sie menschliche Vorstellungen vom Messias hatten und Seine Gottheit in den Propheten nicht erkannt hatten, dass Christus sich als den Messias aus dem Samen Davids bekenne, damit sie Ihn anklagen könnten, nach königlicher Macht zu streben.