Liebt Gerechtigkeit, die ihr die Erde regiert!Denkt in rechter Gesinnung an den Herrn und sucht ihn in der Einfalt des Herzens!
Denn er lässt sich von denen finden, die ihn nicht versuchen,und er offenbart sich denen, die ihm nicht misstrauen.
Doch verkehrte Gedanken trennen von Gott,und die auf die Probe gestellte Allmacht stößt die Toren von sich.
In eine Böses sinnende Seele kehrt ja die Weisheit nicht einund nimmt nicht Wohnung in einem Leib, der ein Sklave der Sünde ist.
Flieht doch der heilige Geist der Zucht vor der Falschheitund zieht weg von törichten Gedankenund wird verscheucht, sobald Ungerechtigkeit naht.
Wohl ist die Weisheit ein menschenfreundlicher Geist.Sie kann aber den Lästerer seiner Reden wegen nicht ungestraft lassen. Ist Gott doch Zeuge seiner innersten Empfindungen,wirklicher Beobachter seines Herzensund Hörer seiner Worte.
Der Geist des Herrn erfüllt ja den Erdkreis,und der das All umfasst, hat Kenntnis von jeglicher Rede.
Darum bleibt keiner verborgen, der Unrechtes redet,und die strafende Gerechtigkeit geht an ihm nicht vorüber.
Denn die Pläne des Gottlosen werden untersucht;die Kunde von seinen Reden kommt vor den Herrnzur Bestrafung seiner Vergehen,
weil das Ohr des Eifers alles vernimmtund auch das leiseste Gemurmel nicht verborgen bleibt.
Hütet euch also vor nutzlosem Murren,bewahrt euere Zunge vor Verleumdung; denn heimliches Gerede bleibt nicht ungestraft,und ein Mund, der lügt, tötet die Seele.
Trachtet nicht nach dem Tod durch den Irrweg eueres Lebens,und zieht nicht das Verderben herbei durch die Werke euerer Hände!
Denn Gott hat den Tod nicht gemachtund hat keine Freude an dem Untergang der Lebenden.
Hat er doch alles zum Sein erschaffen,und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Es ist kein verderbliches Gift in ihnen,noch gibt es auf Erden eine Herrschaft der Unterwelt.
Denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.
Die Gottlosen aber rufen ihn mit Gebärden und Worten herbeiund verzehren sich in Sehnsucht nach ihm, als wäre er ihr Freund, und schließen einen Bund mit ihm,weil sie verdienen, ihm zu gehören.