★ geboren vermutlich in Rom, gestorben am 14. Mai 306 in Tarsus, Anatolien
Gedenktag (Novus Ordo): 14. Mai
Lebensgeschichte
Bonifatius war der Sklave, Verwalter und Geliebte einer reichen Römerin namens Aglae (oder Aglaida), die, weil sie von ihrem dekadenten Lebensstil angeödet war, ihn nach Kleinasien sandte, wo gerade unter Kaiser Galerius eine Christenverfolgung wütete. Er solle Reliquien von diesen Märtyrern holen, von denen in Rom so viel Aufhebens gemacht wurde.In Tarsus erlebte Bonifatius, wie Christen grausam gefoltert und getötet wurden. Ihr Glaubenszeugnis und ihre Zuversicht im Sterben beeindruckten ihn so sehr, dass er sich unvermittelt selber als Christ bekannte. Sofort wurde er ergriffen und mit Hufen getreten, bis seine Knochen zum Vorschein kamen. Dann trieb man ihm spitze Rohrstöcke unter die Fingernägel und goss ihm kochendes Blei in den Mund. Schließlich tauchte man ihn in einen Kessel mit siedendem Pech, und als er immer noch lebte, schlug man ihm den Kopf ab.Seine Begleiter bargen den Leichnam und brachten Aglae so die verlangten Reliquien mit. Sie aber bekehrte sich, bestattete Bonifatius auf dem Aventin, errichtete über seinem Grab eine Kirche, verteilte ihren Besitz unter den Armen und zog sich für den Rest ihres Lebens in ein Kloster zurück.