Der griechischsprachige Levit Jose, Barnabas genannt, stammte von Zypern und gehörte zu den 72 Jüngern Jesu, die Jesus seit der Taufe im Jordan gefolgt waren. In der Apostelgeschichte heißt es, dass er sein Gut verkaufte und das Geld den Aposteln überließ.Vielleicht hatte er Paulus schon von gemeinsamen Studientagen gekannt, jedenfalls war er es, der Paulus nach dessen Bekehrung aufnahm und der Jerusalemer Gemeinde als Apostel der Heiden empfahl. Als Barnabas ausgesandt wurde, die Gemeinde in Antiochia zu betreuen, nahm er Paulus mit, und auch später waren sie gemeinsam unterwegs: Sie reisten 51 miteinander zum Apostelkonzil nach Jerusalem und kamen von dort nach Antiochia zurück.Nach Meinungsverschiedenheiten wegen der Frage der Verbindlichkeit des jüdischen Gesetzes für die Heidenchristen und darüber, ob Johannes Markus mit auf die zweite Missionsreise genommen werden sollte, trennten sich ihre Wege. Barnabas reiste mit Markus nach Zypern, wo er viele Jahre das Evangelium verkündete und Kranke durch Auflegen des Matthäusevangeliums heilte, das er bei sich trug.Der Legende nach soll er auch in Rom gepredigt und sogar den späteren Bischof Clemens I. getauft haben. In Mailand soll Barnabas dann selber Bischof gewesen sein. Nach örtlicher Überlieferung wurde er allerdings auf Zypern gesteinigt.
Verehrung
Reliquien des heiligen Barnabas werden in Köln, Andechs, Prag, Toulouse und Namur verehrt. In Mailand feiert man sein Fest bereits seit dem 5. Jahrhundert.
Darstellung
mit Evangelienbuch, Stein oder Ölzweig, häufig mit dem Apostel Paulus zusammen