★ geboren in Terni, Umbrien, gestorben am 14. Februar 269 in Rom
Gedenktag (Novus Ordo): 14. Februar
Lebensgeschichte
Mit dem Namen Valentin sind gleich zwei, wenn nicht drei Lebensgeschichten verbunden, die nicht leicht auseinanderzuhalten sind. Vom Priester Valentin von Rom und dem Bischof Valentin von Terni weiß man sicher nur, dass sie im 3. Jahrhundert lebten und ihres Glaubens wegen starben. Valentin von Rom soll an einem 14. Februar zwischen 268 und 270 unter Kaiser Claudius Gothicus enthauptet worden sein – ohne dass es damals eine Christenverfolgung gegeben hätte.Bischof Valentin von Terni wiederum wurde nach Rom gerufen, weil der Sohn eines Rhetors namens Kraton unter krampfartigen Verkrümmungen litt. Tatsächlich wurde der Junge durch Valentins Gebete geheilt. Kraton, sein ganzes Haus und auch der Sohn des Stadtpräfekten bekehrten sich nach diesem Wunder zum christlichen Glauben – worauf der Präfekt Valentin gefangennehmen und schließlich köpfen ließ.Mit Valentin von Rätien, der 200 Jahre später lebte, teilt er sich das Patronat gegen Epilepsie, auch „Fallsucht“ genannt – daher rührt der volksmündliche Name „Fallentin – Fall net hin“.Von den Erzählungen, wonach Bischof Valentin vielen Ehepaaren mit Rat und Tat zur Seite gestanden und Legionäre, denen die Heirat untersagt war, nach einem christlichen Ritus getraut hätte, wissen weder die „Goldene Legende“ (um 1265) noch die an Heiligenviten reiche „Schedelsche Weltchronik“ (1493) etwas.