Als in der Urgemeinde ein Streit zwischen den Christen mit griechischem und denen mit traditionell jüdischem Hintergrund entstand, und die Apostel die Glaubensverkündigung zugunsten wachsender karitativer Aufgaben zu vernachlässigen drohten, legten sie sieben Männern die Hand auf und machten sie zu Diakonen (Dienern).
Der Grieche Stephanus war der erste von ihnen, ein Mann „voll Gnade und Kraft“, der „Wunder und große Zeichen unter dem Volk“ wirkte (Apg 6,8). Unter der falschen Anschuldigung der Gotteslästerung wurde er vor den Hohepriester gezerrt, vor dem er sich glänzend verteidigte, doch als Stephanus rief: „Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen“, trieben die Juden ihn aus der Stadt und steinigten ihn. Bevor er starb, betete er: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an“ (Apg 7,56–60).
Weil er als erster Christ für seinen Glauben starb, trägt Stephanus den Beinamen „Erzmärtyrer“.
Darstellung
als Diakon mit Palme, Stein oder Evangelienbuch, oft bei seinem Martyrium