★ geboren um 400 in Italien, gestorben am 8. Januar 482 in Mautern, Österreich
Gedenktag (Novus Ordo): 8. Januar
Lebensgeschichte
Der vornehme Römer Severin hatte als Mönch im Orient gelebt und erschien 454 an der Grenze von Pannonien (Ungarn) und Ufernoricum, wo er vom heutigen Wien bis Passau und bis nach Salzburg hineinwirkte.
In dieser Zeit der Völkerwanderung war zwischen den zurückweichenden Römern, den eingefallenen Hunnen und den vielen eindringenden Volksgruppen ein für die Bevölkerung gefährliches Machtvakuum entstanden. Severin, der in strengster Askese lebte, sorgte nicht nur durch Lebensmittel- und Kleiderlieferungen tatkräftig für die Menschen, sondern vermittelte zwischen den verschiedensten Stämmen und Glaubensrichtungen, die immer wieder in Konflikte gerieten. Sein entschiedenes Auftreten lokalen Herrschern gegenüber zeugt von außergewöhnlicher persönlicher Autorität.
Als Zentren für seinen Einsatz gründete er Klöster, etwa in Passau, Lorch/Enns und Mautern, und versuchte, die noch vorhandenen Strukturen zu nutzen und auszubauen. Am 8. Januar 482 starb er in Mautern. Seinen Leichnam nahmen seine Schüler mit, als sie dem germanisch-römischen Rückzug über die Alpen folgten und einen Konvent bei Neapel gründeten. Severin liegt heute bei Neapel in Frattamaggiore begraben.
Verehrung
An den Stätten seines Wirkens zeugen zahlreiche Statuen und Bilder von dem Heiligen, der bis heute als Schutzpatron dieser Gegend verehrt wird.
als Pilger mit Stab oder in Szenen aus seinem Leben wie auf dem Bronzetor der Basilika in Lorch