★ geboren um 300, gestorben am 13. Mai 384 in Maastricht
Gedenktag (Novus Ordo): 13. Mai
Lebensgeschichte
Der Legende nach stammte Servatius aus einer jüdischen Familie in Armenien und war weitläufig mit der Familie Jesu Christi („Heilige Sippe“) verwandt. Bei seiner Priesterweihe in Jerusalem soll ihm ein Engel erschienen sein, der ihm auftrug, nach Flandern zu ziehen, um ein Bischofsamt zu übernehmen. Tatsächlich ist er 340 als erster Bischof von Tongeren bei Lüttich bezeugt und wird als Teilnehmer an den Synoden von Sardica und Rimini erwähnt, wo er als erbitterter Gegner der arianischen Irrlehre auftrat.
Kurz vor seinem Tod soll er den Einfall der Hunnen vorhergesehen und den Bischofssitz nach Maastricht verlegt haben. Weil dieser Hunneneinfall jedoch erst im Jahr 450 erfolgte, vermischen sich in seiner Vita womöglich zwei verschiedene historische Servatiusgestalten, zumal sich zwei verschiedene Varianten seines Todes erhalten haben: Der einen nach sei er mit einem Holzschuh erschlagen worden, der anderen, er sei friedlich in Maastricht gestorben, wo über seinem Grab die älteste Kirche der Niederlande entstand.
Darstellung
als Bischof mit Brille und Buch, Stab und silbernem Schlüssel, Drachen, gelegentlich mit Holzschuh