Quirinus war der Überlieferung nach ein römischer Tribun und mit der Bewachung von Papst Alexander beauftragt. Doch der heilige Bischof beeindruckte ihn sehr, und nachdem seine Tochter Balbina durch Alexander von einem Halsleiden befreit worden war, ließen beide sich taufen und erlitten als Christen unter Kaiser Hadrian selber das Martyrium. Nach seiner Enthauptung im Jahr 115 wurde Quirinus in den Praetextatus-Katakomben an der Via Appia in Rom bestattet.
Verehrung
Quirinus’ Reliquien gelangten an einem 30. April um 1050 als Geschenk Papst Leos IX. an seine Schwester Gepa, der Äbtissin im Kanonissenstift, nach Neuss, wo ihnen zu Ehren im 13. Jahrhundert die Münsterkirche St. Quirinus erbaut wurde. Der Gedenktag dieser Translation wird bis heute mit einer Reliquienprozession begangen.
Darstellung
als Ritter mit neun Kugeln auf dem Wappen als Anspielung auf den Stadtnamen Neuss (von Castrum novaesium – neuntes Lager)