Die Verehrung Michaels gelangte Mitte des 5. Jahrhunderts von Konstantinopel nach Rom, wo Papst Leo I. an einem 29. September dem Erzengel eine Kirche weihte. Nach seiner Erscheinung 492 auf dem Monte Sant’Angelo auf dem Gargano (von der dort an einem 29. September geweihten Basilika brachen später die Kreuzfahrer auf) und 590 über dem Hadriansmausoleum („Engelsburg“) in Rom verbreitete sich der Kult über ganz Europa, und nach der Ungarnschlacht 955 stieg Michael zum Schutzpatron des Römischen Reiches und später Deutschlands auf. Ab dem 8. Jahrhundert wurde der Mont Saint-Michel als normannisches und dann französisches Nationalheiligtum erbaut.
1886 ordnete Papst Leo XIII. die Anrufung Michaels als Schutz vor Satan nach der Messe an. Seit der Heiligenkalenderreform im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils werden die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael zusammen am 29. September gefeiert.
Darstellung
mit Flammenschwert und Waage, oder den Teufel bzw. einen Drachen bezwingend