Andreas – der „einfache“ jüdische Fischer trug einen griechischen Namen – stammte aus Betsaida und lebte mit seinem jüngeren Bruder Simon in Kafarnaum am See Gennesaret. Er war ein Jünger Johannes’ des Täufers und wandte sich auf dessen Geheiß Jesus zu, den er als Christus erkannte. Andreas ist somit der „Erstberufene“ der Apostel. Andreas führte auch seinen Bruder Simon zu Jesus, der ihm den Namen Petrus: Fels gab.
Nach Pfingsten verbreitete Andreas zuerst gemeinsam mit seinem Bruder die Frohe Botschaft. Später führten ihn seine Missionsreisen ans Schwarze Meer, nach Griechenland (manchen Überlieferungen zufolge sogar bis nach Kurdistan und Georgien), bis er sich schließlich in Patras niederließ, wo er erfolgreich als Glaubensbote wirkte. Als sich dort auch Maximilla bekehrte, die Frau des Statthalters Aegeas, ließ dieser ihn gefangennehmen, geißeln und an ein X-förmiges Kreuz nageln. Ganze zwei Tage soll Andreas’ Todeskampf gedauert haben, währenddessen er noch den Umstehenden die Liebe Gottes predigte.