★ geboren um 680 in Saint-Germain-lès-Arpajon, gestorben am 8. September 730 in Freising
Gedenktag (Novus Ordo): 8. September
Lebensgeschichte
Korbinian, der Sohn einer Irin und eines Franken, lebte 14 Jahre lang als Einsiedler in der Nähe von Paris, wo sich Gleichgesinnte um ihn scharten und ein Kloster entstand. Um das Jahr 710 unternahm er seine erste Pilgerfahrt nach Rom und gründete auf dem Weg dorthin ein Kloster in Kuens bei Meran. In Rom bat ihn der Papst, seine Einsiedelei aufzugeben und als Bischof den Glauben in Gallien zu verbreiten. Jahre später pilgerte er erneut nach Rom und wollte sein Eremitendasein wieder aufnehmen, doch der Papst sandte ihn zurück ins Frankenreich. Auf seiner Rückreise kam er nach Bayern, wo ihn Herzog Grimoald bat, in seinem Land zu bleiben.Korbinian errichtete um 720 eine dem heiligen Stephanus geweihte Kirche (später Weihenstephan) und legte die Grundlagen für das bedeutende geistliche Zentrum, zu dem Freising wurde. Er war ein charismatischer Bischof und wirkte segensreich, bis er die Trennung Grimoalds von seiner Frau Plektrudis erzwang, weil die Ehe nach damaligem Recht verboten war. Weil Korbinian seines Lebens nicht mehr sicher war, floh er in seine Klostergründung Kuens, bis ihn um 725 der neue Bayernherzog Hugbert zur Rückkehr bewegen konnte. Nicht lange nach seiner Ankunft in Freising starb Korbinian an einem Herzleiden.
Verehrung
Seinem Wunsch entsprechend wurde Korbinian zunächst im Kloster Kuens beigesetzt, am 20. November 765 wurden seine Gebeine jedoch wieder nach Freising zurückgebracht, wo sie in der Domkrypta ruhen. Seine Reliquien verwahrt der neoromanische Korbiniansschrein aus dem 19. Jahrhundert. In der Erzdiözese München-Freising wird der Gedenktag am 20. November begangen.
als Abt oder Bischof mit Kirchenmodell, Buch oder Bär