★ geboren um 50 in Rom, gestorben um 100 ebendort, oder auf der Krimhalbinsel
Gedenktag (Novus Ordo): 23. November
Lebensgeschichte
Clemens war der Überlieferung nach ein junger Gelehrter auf Wahrheitssuche und bekehrte sich auf eine Predigt des heiligen Barnabas zum Glauben. Er wurde Schüler des heiligen Petrus, der ihn zu seinem Nachfolger bestimmte. Uneinheitliche Zählungen erklärt man dadurch, dass Clemens vor seinem Amtsantritt Linus und Anaklet den Vorrang in der Leitung der römischen Gemeinde ließ. Von ihm ist der „Erste Clemensbrief“ erhalten: ein im Namen der Kirche von Rom an die Kirche von Korinth gerichtetes Schreiben, das autoritativ zu Eintracht, Frieden und Ordnung mahnt und Aufschluss über das kirchliche Leben im 1. Jahrhundert gibt.
Verehrung
Clemens wird als Märtyrer verehrt, weil sich eine Märtyrer-Inschrift in der Basilika San Clemente fand, die sich über seinem angeblichen Elternhaus erhebt. Eine Legende aus dem 4. Jahrhundert berichtet, Kaiser Trajan hätte ihn in die Marmorbrüche auf der Krimhalbinsel verbannt, wo man ihn zuletzt mit einem Anker um den Hals ins Meer geworfen hätte. In der Vita der Slawenmissionare Cyrill und Methodius steht, sie hätten seine Reliquien an der Schwarzmeerküste geborgen und Papst Hadrian II. zum Geschenk gemacht. Clemens wird im Ersten Eucharistischen Hochgebet genannt („Kanonheiliger“).
Darstellung
als Papst, mit einem Lamm oder mit einem Anker um den Hals