Der Baumeister und Zimmermann Josef von Nazareth war aus dem messianischen Stamm Davids und war mit Maria verlobt, das heißt rechtmäßig schon mit ihr verbunden. Als er bemerkte, dass Maria ein Kind erwartete, ohne dass sie zusammengekommen waren, wollte er sie nicht bloßstellen, sondern sich in aller Stille von ihr trennen.
Doch ein Engel forderte ihn im Traum auf, den Sohn Gottes und seine Mutter Maria zu sich zu nehmen. Als sie nach Bethlehem zu einer vom Kaiser angeordneten Volkszählung reisten, gebar Maria das Kind Jesus dort in einem Stall. Die Heilige Familie flüchtete vor König Herodes nach Ägypten und kehrte nach dessen Tod nach Nazareth in Galiläa zurück.
Als Jesus zwölf Jahre alt war, unternahmen sie eine Wallfahrt nach Jerusalem. Auf dem Rückweg suchten die Eltern das Kind drei Tage lang in der Reisegruppe, bis sie es schließlich im Tempel von Jerusalem wiederfanden. Möglicherweise starb Josef bald darauf. Jedenfalls ist von ihm nichts weiter im Neuen Testament überliefert.
Verehrung
Josef ist einer der meistverehrten Heiligen überhaupt. Unzählige Wunder und Gebetserhörungen werden ihm zugeschrieben. Zahllose Klöster und Bruderschaften stehen unter seinem Patronat. 1870 erhielt er seine höchste Auszeichnung als Patron für die ganze Kirche. In Bayern war der Josefitag bis 1968 ein Feiertag. Papst Franziskus ließ seinen Namen in das Hochgebet einfügen.
Darstellung
meist als älterer Mann im Stall von Bethlehem, mit Zimmermannswerkzeug oder Lilie